Aktuelles:
Seminare für Hotellerie und Gastronomie
»
Marketing - wie man es richtig angeht
Die Anforderungen des Marktes an den gastgewerblichen Betrieb sind vielseitig, Trends schnelllebig, Kundenanforderungen hoch, eine eindeutige Profilierung und Positionierung erforderlich. Individualität und Authentizität stehen im Vordergrund einer transparenten Angebots- und Dienstleistungsvielfalt. Dabei werden heutzutage eine ständige Verfügbarkeit und Marktanpassungsfähigkeit erwartet. Um den Anforderungen gerecht zu werden, ist der Einsatz von Marketingmaßnahmen in der heutigen Zeit ein absolutes Muss, die mündliche Empfehlung reicht in den meisten Fällen nicht mehr aus. Aber wie spiele ich die Klaviatur der Marketinginstrumente richtig, wie erreiche ich meine Kunden, mit welchen Produkten, welcher Preis- und Kommunikationspolitik, welcher Distributions- bzw. Vertriebspolitik beeinflusse ich die Entscheidungen meiner Gäste, welches Werbebudget muss ich für den möglichst höchsten Ertrag einsetzen?
Die Beantwortung all dieser Fragen könnte bereits wieder dazu führen, dass das gesamte Thema Marketing zu komplex und undurchdringbar erscheint, man das Thema vielleicht doch erst einmal wieder zurückstellt, denn morgen ist ja auch noch ein Tag und die Umsatzvorausschau im kommenden Monat sieht ja schon ganz verheißungsvoll aus.
Standardleistung reicht nicht aus
Die Empfehlung kann daher nur lauten, sich auf den Weg zu machen, zunächst einmal wahrzunehmen, wofür ich stehe, was meinen Betrieb ausmacht, warum die Gäste zu mir kommen, was ich besonders gut mache bzw. kann. Manchmal sind es Kleinigkeiten, zum Beispiel die besten Steinpilzmaultaschen im Umkreis von 100 Kilometern oder die hausgemachte Marmelade aus Früchten der familieneigenen Streuobstwiese, die in der Summe den Erfolg bringen.
Demographischer Wandel, ein harter Wettbewerb, die Austauschbarkeit von Produkten und Dienstleistungen sowie bestens informierte Gäste bewirken, dass die Standardleistung nicht mehr ausreicht. Die Herausforderung besteht unter anderem darin, das Besondere meiner Dienstleistung, meines Angebotes zu kommunizieren, den Produktnutzen, wie zum Beispiel Qualität, Erlebnis, Service oder Gesundheitsaspekte dem Kunden transparent zu machen.
Marketing bezeichnet alle Aktivitäten, mit denen der Hotelier/ Gastronom sein Angebot an den Markt anpasst. Marketing fängt bei der Planung des eignen Angebotes an, mit dem Ziel, etwas anzubieten, das die Bedürfnisse der Kunden befriedigt und mit dem ich mich von den Mitbewerbern abhebe.

- Zu einem erfolgreichen Unternehmensauftritt gehört auch einheitliches, gut wiedererkennbares und zur Zielgruppe passendes Erscheinungsbild (Corporate Design) der Mitarbeiter. Foto: Reiner Pfisterer
Neben der Produkt- und Preisgestaltung nimmt die Werbung und Kommunikation eine gewichtige Rolle ein – getreu dem Motto „tue Gutes und rede darüber“. Erfolgreiche Kommunikation basiert auf klaren Konzepten, einer zielgerichteten Projektumsetzung, handwerklichen IT-Fähigkeiten und viel Fleiß und Leidenschaft mit dem Blick fürs Wesentliche. Neben den digitalen Medien stellen nach wie vor die klassischen Medien einen bedeutsamen Bereich der Unternehmenskommunikation dar.
In erster Linie gehören – neben dem Firmenlogo – Drucksachen wie Briefpapier, Visitenkarten und Speisekarten zu den Kommunikationsmitteln für den ersten und oftmals entscheidenden Kontakt mit dem Kunden zur Grundausstattung eines Unternehmens.
Wichtig: das Erscheinungsbild
Der erfolgreiche Unternehmensauftritt mit einem einheitlichen, wiedererkennbaren und zur Zielgruppe passenden Erscheinungsbild (Corporate Design) hängt auch von aussagekräftigem Bildmaterial, vor allem auf der eigenen Homepage, ab. Ein Bild muss selbsterklärend sein und dort positioniert werden, wo es eine sachliche Zuordnung findet. Bilder übermitteln gezielt Emotionen und unterstützen maßgeblich die Online-Kommunikation, wirken erklärend, beschreibend und bündeln viele Informationen. Das Zitat „Ein Bild sagt mehrals tausend Worte” trifft hier klar den Kern.
Es gibt im Marketing kaum Tipps und Tricks, es gibt nur überlegtes und planvolles „Erproben“. Pflegen Sie Ihre Stammkunden. Es ist im Durchschnitt 5 bis 7 mal teurer, einen neuen Kunden zu gewinnen, als einen bestehenden Kunden zu behalten. Machen Sie Ihre Kunden zufrieden. Ein zufriedener Kunde erzählt im Schnitt drei Bekannten von Ihrem Betrieb. Ein unzufriedener Kunde erzählt im Schnitt zehn Bekannten von seiner Unzufriedenheit (oder 1000 Leuten im Internet).
Praxisbeispiel: So hilft die DEHOGA Beratung
Die DEHOGA Beratung unterstützt ihre Kunden dabei, ihren Betrieb optimal am Markt zu platzieren und ihren Gästen positiv in Erinnerung zu bleiben. Ihre Experten entwickeln mit dem Kunden einen Marketingleitfaden, geben Hilfestellung, erläutern mögliche Vorgehensweisen und setzen die Maßnahmen auf Wunsch des Kunden auch mit ihm um. Beispiel:
Kunde: Restaurant mit kulturell-kulinarischen Eigenevents
Aufgabe: Nach drei Jahren Betriebstätigkeit sollen alle Maßnahmen bewertet und ein zielgerichtetes Marketingkonzept erarbeitet werden.
Ausgangssituation inklusive Umfeld/Mitbewerber: keine Lauflage, außerhalb der Altstadt im Wohngebiet, zahlreiche Restaurants, aber im 200 km Umkreis keines mit solchem Gebäude, Sichtbarkeit des Betriebs und der Maßnahmen gering
Marketingziele: Bekanntheit erhöhen, Empfehlungsmarketing durch Stammgäste forcieren, Firmenkundengeschäft aufbauen, Online-Sichtbarkeit steigern, Produktverkauf.
Geeignete Kommunikationskanäle: Konzept umfasst Pressearbeit, E-Mailings, Website, Suchmaschinen-Optimierung, Facebook, Twitter, Xing, Portaleinträge, Messebeteiligung, Online-Shop

- Die DEHOGA Beratung arbeitet kontinuierlich und erfolgreich an ihrer Kundenorientierung und an der Qualität ihrer Dienstleistungen. Dies wurde jetzt im Rahmen der Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001:2008 von unabhängiger Seite geprüft und bestätigt. Die erfolgreiche ISO-Zertifizierung stellt nach der Zertifizierung im Rahmen von „Servicequalität Deutschland“ eine weitere wichtige Etappe in der Qualitätspolitik der DEHOGA Beratung dar. Unser Bild zeigt Mitarbeiter des Teams der DEHOGA Beratung in Stuttgart. Der Vierte von links ist Wilhelm Okesson, der Leiter der DEHOGA Beratung.
Das Angebot der Fachgruppen Unterstützung und Informationen zu Marketingthemen sowie Vermarktungshilfen erhalten Hoteliers und Gastronomen auch bei den Fachgruppen des DEHOGA-Landesverbandes. Gastronomen bieten sich beispielsweise mit den beiden Initiativen „Schmeck den Süden“ und „Haus der Baden-Württemberger Weine“ Möglichkeiten, sich am Markt zu profilieren. Die Fachgruppe Gastronomie hat außerdem eine Broschüre zum Internetmarketing herausgegeben.„Gastronomie im Internet“ heißt der Ratgeber, den Mitglieder
hier herunterladen können.
Informationen zum Thema Internetmarketing finden Interessenten auch in einer Broschüre der Fachgruppe Tourismus und Hotellerie:„Hotellerie im Internet“ heißt das 44 Seiten starke Heft, in dem die zehn wichtigsten Punkte rund um den Internetvertrieb zusammengefasst sind. Auch sie steht für DEHOGA-Mitglieder zum Herunterladen
hier bereit.







